Alles neu, macht der Mai

Hier mal wieder eine kleine Zusammenfassung der letzten Wochen:
Mercy geht es soweit gut, in ihrem Wesen ist sie nun bedeutend ruhiger (oder sollte ich sagen fauler?), 
das chaotische Treiben in unserem Patio findet nur noch selten statt, Charly ist einfach kein williger Spielgefährte mehr für sie. Er will seine Ruhe und macht ihr unmissverständlich klar, wer hier der Hund im Hause ist. So kamen auch die 4 kleinen Narben auf Mercys Nase zustande, denn Charly hat mittlerweile keine Hemmungen mehr sie zu beissen (meistens in ihre Schnauze oder in ihre Beine), ihr Welpenschutz ist ja längst vorbei. 
Dass sie mal ganz ruhig nebeneinander liegen, ist wirklich eine grosse Ausnahme...und zum Glück hatte ich das Handy griffbereit.


Im Haus benimmt sie sich auch immer besser, es kommt eigentlich kaum noch vor, dass sie was kaputt macht. Das letzte "Opfer" war ein Osterei:
Wenn es die Zeit und das Wetter zulassen unternehmen wir gern mal einen kleinen Ausflug. Nachdem Mercy das Meer in Lo Pagán schon gesehen hatte, dachten wir, es sei nun Zeit, dass sie es auch mal erleben kann. So packten wir die beiden Wauwis in den Smart und los ging es nach San Pedro del Pinatar.
Am Strand angekommen dauerte es nicht lange, bis wir merkten, dass Mercy Angst vorm Meer hat. Wo andere Hunde freudig sich in die Wellen stürzen, sucht Mercy das Weite. Sowohl Rafael als auch ich versuchten sie mit Engelszungen dazu zu überreden, doch wenigstens mit den Pfoten ins Wasser zu kommen, was uns auch teilweise gelang.


Auch beim Besuch beim Schwiegerpapa in Aguilas benahm sich Mercy schon recht gut. Alle Pflanzen sind noch heil, die Erde ist nicht aufgebuddelt und sonst ging auch nichts zu Bruch. Da waren wir schon recht stolz auf Mercy, schliesslich kommt es ja nicht so oft vor, dass wir mit ihr zu für sie fremden Leuten gehen. 

Frühlingszeit ist ja bekanntlich auch Zeckenzeit. Trotz Zeckenhalsband brachten Mercy und Charly dann doch die ein oder andere unerwünschte Besucherin mit nach Hause. Bei der Gelegenheit schnitten wir Charly wieder das Fell, badeten beide Hunde und nachdem sie trocken waren, bekamen sie ©Exspot auf den Rücken geträufelt. Seitdem sind sie wieder zeckenfrei.

Charly in der Badewanne (Bei Mercy hatte Rafael leider vergessen ein Bild zu machen)

6 Handtücher später waren die Wauwis wieder halbwegs trocken. Gut, wenn man für solche Zwecke genügend alte Handtücher noch aufgehoben hat.



Am 4.Mai stand dann die 2. Revision von Mercy am Kalender. Beim ersten Kontrollröntgen im März hatte sich der Bruch ja noch nicht vollständig geschlossen.
Mercy erwartete wohl nichts Gutes, als sie aus dem Auto die Tierklinik sah.

Nach dem Wiegen (Mercy bringt nun 18,40kg auf die Waage, es sollte nun kaum noch mehr werden) wartete Mercy im Wartezimmer ganz geduldig auf Alfredo, der an jenem Tag die Röntgenbilder machen sollte. 
Zu meiner grossen Überraschung verhielt sich Mercy ganz ruhig, bellte die anderen Hunde nicht an, auch die Katze, die nur 2m weiter im Käfig sass, schien ihr heute völlig egal zu sein. Braves Mädchen!

Pünktlich um 11 Uhr wurde Mercy dann aufgerufen. Diesmal musste ich mit zum Röntgenraum, weil Mercy auf Biegen und Brechen nicht mit Alfredo mitgehen wollte. Als dann wenig später aber die Röntgenbilder fertig waren, war die Freude sowohl bei Alfredo als auch bei mir gross: 
ES IST ALLES VERHEILT, DER BRUCH IST GESCHLOSSEN!



hier noch der obligatorische Beleg für's Röntgen:

In Sachen Vermittlung von Mercy sind wir noch nicht viel weiter, der Tierarzt hat uns erlaubt bei ihm einen Aushang für Mercy zu machen, desweiteren werden wir noch weitere Institutionen sowohl in Deutschland als auch in Spanien anschreiben, ob man nicht doch ein passendes, neues zu Hause für Mercy finden könnte. 
Es sollte wenn möglich eine Einzelperson oder ein Pärchen sein, was keine Kinder hat, denn mit Kindern und Babys versteht sich Mercy leider nicht sonderlich gut. Genug Auslauf sollte gewährleistet sein und vor allem dürfen die Streicheleinheiten, die sie jeden Tag beständig einfordert, nicht zu kurz kommen. Sie ist ein guter Wachhund und aufmerksam, aber kein Kläffer. 
Wir bleiben am Ball und tun weiterhin unser bestes....drückt uns die Daumen, dass Mercy doch noch ihr Happy End bekommt, denn mit Charly gibt es auf Dauer nur noch mehr Narben und davon hat Mercy wirklich schon genug.
Also dann, bis zum nächsten Blogeintrag: Adiós aus San Cayetano!

1 Kommentar:

  1. Ich wünsche, dass Mercy gut vermittelt wird, so schmusig wie sie ist, wird sie ihrem zukünftigen Frauchen/Herrchen oder beiden viel Freude bereiten. Ihr habt hervorragende Arbeit geleistet!

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