Mercy - was gibt's neues?

Es ist nun schon auf den Tag genau 7 Wochen her, dass sie am rechten Vorderlauf operiert wurde. Keine Panik, Mercy geht's super, die wird nach und nach ihr Winterfell los und ich denke, nach 1 Monat ohne Pfützchen im Haus kann ich nun behaupten (korrigiert mich bitte, wenn ich da zu optimistisch bin), dass sie wirklich stubenrein ist. Wir haben nun folgende Gassizeiten: morgens um 10 Uhr, 17 Uhr und 22:30Uhr. Sie kommt super klar damit und macht auch auf sich aufmerksam, wenn sie doch mal ausser der Reihe Pipi machen muss, was aber eher selten vorkommt. Und wenn, dann liegt es am Futter, dass es mal etwas zu salzig war und sie danach mehr als sonst trank. Aber gut.
Vor knapp 2 Wochen war es mal wieder soweit, dass wir neues Trockenfutter gekauft haben. Im Supermarkt gab es die Aktion: Kaufe 3, bezahle 2. Da haben wir natürlich zugeschlagen. Das Ende vom Lied war dann allerdings, dass Mercy einen Tag später, nachdem sie schon von dem Futter gefressen hatte, dermassen von Flatulenzen heimgesucht wurde, dass wir abends halb grün vor Übelkeit alle Fenster des Hauses aufrissen. Am nächsten Tag schon, war aber alles vorbei und (ich klopfe auf Holz) ich hoffe, das bleibt auch so.


Was gibt's neues in Sachen Zusammenleben mit Charly?
Nun, ich muss leider gestehen, dass ich auf Dauer da echt langsam schwarz sehe. Mercy ist nun so um die 14 Monate und ihr sog. Welpenschutz ist Geschichte. Charly, nach 6 Jahren Einzelhunddasein, macht ihr nun jeden Tag unmissverständlich klar, dass 
-ER es ist, der auf Rafaels Schoss darf, 
-ER es nicht duldet, wenn man Mercy Streicheleinheiten gibt
-ER nur unter Protest ihre Gegenwart beim Fressen akzeptiert
-ER nicht will, dass Mercy auch nur andeutungsweise in unsere Richtung läuft.
Charly stürmt jeden Tag mehrfach auf Mercy zu, beisst sie in das Bein, was er am schnellsten fassen kann, beisst sie in die Schnauze, bis sie sich ganz klein macht und quietscht wie verrückt.

Er flätscht seine Zähne, knurrt und mehr und mehr tendiert dieser einst mal so ruhige Hund zum Kläffer. Die Momente, wo sie ruhig sind werden immer kürzer, ich hab das Gefühl Mercy weiss auch gar nicht mehr, was sie machen soll. Und wir wissen es auch nicht. Wir haben versucht Charly immer das Gefühl der Nummer 1 zu geben und um somit Eifersüchteleien zu verhindern. Er hat Privilegien, doch das reicht ihm nicht mehr. Wir hatten gehofft, er gewöhnt sich an sie, doch das Gegenteil ist der Fall. Auch das Rumbalgen im Patio, was anfangs bis zu 2 Stunden anhielt, wird nun ganz kurz und aggressiv abgehandelt. Charly mag nicht mehr. Auf ihre Aufforderungen zum Spielen bekommt sie nur noch Abfuhren von ihm. Und wenn ich mich dann ihr widme, greift er sie erst recht an, denn seiner Meinung nach, gebühren die Streicheleinheiten und die Aufmerksamkeit nur "Prinz Wauwi" allein. Eine echt verzwickte Situation. Aber vielleicht ergibt sich noch eine Lösung für Mercy und wir finden ein adäquates neues Zuhause für sie. Bis dahin kann ich nur versuchen, Schlimmeres zu verhindern.
  
Seit dem letzten Blogeintrag sind auch wieder ein paar Fotos und Videos zustande gekommen, die ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte:






seit neuestem steht auch Kiwi auf dem Speiseplan:


Am 1.März 2012 erreichte mich von Familie Goldmann aus Fürth ein Hinweis zu folgendem Video:

Ich fand die Idee klasse und gestern hatte ich dann mal geschaut, welche Stoffreste sich denn da gut eignen würden und fand ein weisses T-Shirt und eine alte Jeans.
Et voilà, nach wenigen Minuten waren die beiden fertig.





Zum Schluss noch ein kurzer Dialog, zwischen Rafael und mir, so abgespielt vor wenigen Tagen:

Als Mercy beim Gassi mal wieder Richtung fahrendes Auto zog, meinte ich:
"Also Mercy, einen Blindenhund macht man aus dir auch nicht mehr"
Da antwortete Rafael:
"Höchstens einen Blindenhund für Borderliner!"


1 Kommentar:

  1. Was Charly angeht, ist ernicht die Nr. 1 der Vierbeiner, sondern der Chef der Familie. Weniger Zuwendung ist mehr.

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