Hat Mercy Verlustängste?

Die Leser unter euch, die Mercys Geschichte von Anfang an hier verfolgt haben, wissen, dass wir Mercy die erste Zeit in der Garage, was ich eigentlich als Fotostudio nutze, untergebracht hatten. Sie fühlte sich dort auch sichtlich wohl, hatte dort alles, was sie brauchte und gesellte sich zu uns ins Wohnzimmer, wann immer ihr der Sinn danach stand. Wir hatten ihr ja zwischenzeitlich ein eigenes Körbchen gekauft, denn die Gästematratze war ja nur eine Übergangslösung. Doch auch wenn sie soweit sowohl ihr Spielzeug als auch ihr Körbchen sehr gut angenommen hatte, so waren ihre einsamen Nächte in der Garage eher von kurzer Dauer. Was bedeutet, mehr als 5-6 Stunden am Stück schlief sie dort nicht durch. Abends begleitete ich sie auf ihr Nachtquartier, richtete ihr Körbchen, stellte die Spielzeuge daneben, so dass sie genug Platz drin hat und sie nichts stört. Gegen Mitternacht war sie an sich schon immer müde, also daran kann es nicht gelegen haben, aber sobald Rafael, Charly und ich ins Bett gegangen waren und sie keine Geräusche mehr von uns vernahm, ging das Gebell los. Erst dachte ich, sie würde sich daran gewöhnen, teilweise meinte ich wirklich Fortschritte bei ihr verzeichnen zu können, doch es sollte wohl nicht sein. Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass ich täglich auf eine Rüge meiner Nachbarn gefasst war, die zum Glück aber nicht kam. 
Wenn ich morgens nach ihr schaute, war die Garage meist ein einziges Chaos, alles war durcheinander gewühlt und in ihr Körbchen getragen, sogar den alten Türstopper fand ich darin.
Nach über 3 Wochen vergeblichen Gewöhnens an die nächtliche Ruhe, fiel uns gestern nichts anderes ein, als Mercy mit zu uns in die kleine Schlafstube zu nehmen, denn nachts allein kann man sie noch nicht im Wohnzimmer lassen, sie würde wohl die ganze Anbauwand ausräumen und die Kunstblumen endgültig zerlegen. 
Und siehe da: es ward Ruhe! Sie schlief ruhig und entspannt von Mitternacht bis Punkt 8 (dann war es nämlich Zeit für Charlys Hustenmedizin) und auch nachdem ich mich nochmal hinlegte, schlief Mercy mit uns bis um 9 Uhr. Na das waren doch mal wieder humanere Schlafenszeiten! Es gab auch keine Malheure in der Nacht, ihr Geschäft hat sie dann ganz normal draussen bei der Gassirunde gemacht.
Also sind wir nun zu viert in der kleinen Schlafstube...so ist es zwar ein bisschen eng, aber dafür himmlisch ruhig.

Kommentare:

  1. Würde mich nicht wundern, wenn das Verlustängste wären. Der Hund ist zudem ein Rudeltier, und da ist allein gelassen werden doch blöd :)

    VG,
    Caro

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  2. Klar, jeder Hund ist anders. Charly kann man problemlos mal bis zu 8 Stunden alleine lassen, der hat da kein Problem mit und stellt nichts an. Auch nachts war das nie ein Thema. Bei Mercy ist das aber irgendwie anders. Aber zum Glück haben wir nun eine leise Lösung gefunden.

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  3. Och je.... Irgendwie süß, dass er nicht alleine schlafen mag. Bei dem Hund unserer Nachbarn war es anfangs genauso. Bis sie schließlich ein paar Nächte draußen beim Hund genächtigt haben. So lange, bis der sich daran gewöhnt hatte.... ;)

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  4. Du wirst lachen, auch ich hatte drüber nachgedacht, mich neben Mercy in die Garage zu legen...aber "allein" wäre sie ja dann auch nicht gewesen und an den Garagenplatz war sie ja schon gewöhnt. Glaube nicht, dass meine Nächte in der Garage viel gebrachte hätte ^^ aber dein Kommentar zeigt mal wieder, was man nicht alles für so einen Hund tut! Klasse!

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