Mercy und der Wohlfühlfaktor

Klein Mercy eroberte gestern Abend zum ersten Mal unser Sofa. Für Charly ist es seit Jahren normal, dass wenn ich mich abends auf die Couch lege, dass er sich dann an meinen Bauch kuschelt und seine Streicheleinheiten einfordert. Mercy sah das gestern und weil sie immer sicherer mit ihrer Pfote wird, gab sie sich einen Ruck und hüpfte, wenn auch zaghaft, hoch zu Charly und mir auf's Sofa. Sie blieb erst am Rand sitzen, schaute mich an, als ob sie nun irgendeine Reaktion von mir erwarten würde, fing an nach hinten zu rutschen und bevor sie fiel kam sie ganz schnell zur Rückenlehne, legte sich hin, ihren Kopf auf mein Knie und schaute mit fern.

Charly sagte nichts dazu. Solange er seine Kraulis bekommt, ist seine Welt in Ordnung.
Selbst als ich aufstand blieb Mercy liegen. Charly wanderte derweil auf das zweite Sofa zu seinem geliebten Entenkissen.


Mercy fing an, sanft zu schlummern und fühlte sich sichtlich wohl. Tiefenentspannt, ausgestreckt kommt sie schon auf eine beachtliche Länge, drehte sie sich abwechselnd nach links und rechts, immer in der Nähe der weichen Sofadecke.
Nun lassen wir aber Mercy über Nacht nicht allein im Wohnzimmer, da es dort zu vieles gibt, was sie evtl. zum Fressen gern hat.
Charly schläft seit einem traumatischen Erlebnis nachts bei uns im Schlafzimmer. Das aber ist recht klein. Die Vorstellung, ein zweiter Hund könnte sich nun noch in unser Ehebett schleichen (Charly ist im Winter eine perfekte Fussheizung im Bett), mag mir noch nicht so recht gefallen. Mercy hat ja auch noch kein richtiges Körbchen, die Teile in ihrer Grösse sind, was ich bis jetzt gesehen hab, ab 50€ aufwärts.
So bleibt Mercy halt vorerst noch in der Garage, bis wir uns darauf verlassen können, dass sie im Wohnzimmer nichts anstellt.
Irgendwann in der letzten Nacht packte Mercy dann der "Tine-Wittler-Wahn" und sie räumte um. Die Matratze mehr in die Mitte der Garage und die Decken am Boden so dagegen gedrückt, dass wenn man sich dagegen lehnt, es am Rücken weich wie auf dem Sofa hat.
Zum Foto legte sie sich zwar wieder auf die Matratze, aber vor paar Minuten lag sie wieder unten in ihrer neuen kleinen Kuhle. Auch zwischen Matratze und Wand ist sie nun anzufinden, warum auch immer.   
Die Gassirunden läuft sie nun fast komplett ohne Leine mit uns mit. Sie macht Pausen, wenn sie nicht mehr kann, die Zeit geben wir ihr dann aber auch. Wir laufen am Tag nun 5 mal 2km. Sie wird mit Streicheleinheiten und Wortbekundungen belohnt, wenn sie ihre Häufchen und Pfützchen draussen erledigt. Sie erkundet ihre Umwelt und liebt es Fahrradfahrern hinterher zu humpeln. Ab und an untersucht sie das am Boden liegende Obst und Gemüse, was von den Lastern gefallen ist, z.B. Paprika, Orangen, Artischocken oder Oliven. Aber am Besten schmeckt ihr das Essen aber immer noch aus Charlys Napf.

Kommentare:

  1. Och hört sich das süß an. Der beste Freund des menschen kann nur ein Hund sein. Schade das meine Freundin eine Multiallergikerin ist, sonst hätten wir uns schon längst wieder einen angeschafft :-(

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  2. Ich bin zum Glück nur auf Katzen allergisch. Hunde machen mir nichts aus. Also noch eine Sache, mit der Mercy bei uns Glück gehabt hat. Wenn sie eine Katze gewesen wäre, hätten wir echt ein Problem bekommen...nicht zuletzt auch wegen Charly ;)

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  3. Tine-Wittler-Wahn - made my day!

    Den haben meine auch ab und zu ;-)

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