Mercy geht baden und fast unter

Da es Mercy von Tag zu Tag besser geht und sie langsam aber sicher mehr und mehr Auslastung einfordert, entschlossen wir uns heute Mittag mal die grosse Runde von 6km zu laufen. Mercy war mit voller Begeisterung dabei. Aber wie ihr wisst, ist sie immer noch ein Welpe und Welpen sind neugierig. SEHR neugierig.
Wir haben am Rande unseres Dorfes einen mal mit mehr und mal weniger Wasser gefüllten Kanal. Charly liebt es, darin ein paar Meter zu schwimmen, denn ein besonders guter Schwimmer ist Charly auf Grund seiner kurzen Beinchen nicht gerade und an sich mag er auch gar kein Wasser, aber die Abkühlung im Kanal kam ihm heute gerade recht.

Mercy sah ihm zu, traute sich aber nicht. Das war uns auch ganz recht so, schliesslich ist der Hang am Kanal auch nicht gerade flach. Wir liefen also weiter. Mercy schaute mal links, mal rechts - auf der ebenen Strasse neben dem Kanal, die auch kaum befahren wird, hatte ich kurzzeitig die Leine abgenommen: ein Fehler wie sich herausstellen sollte.
Mercy nahm sich also ein Herz und tapste schneller als wir reagieren konnten runter ans Wasser. Erst konnte sie sich noch halten, doch als sie sich vorn über beugte um zu trinken, verlor sie ihr Gleichgewicht und plumpste ins Wasser. Vor Schreck ruderte sie was sie konnte gegen den Strom, doch noch hat sie keine gute Kondition. Das Wasser trieb sie dann zum Glück wieder an den Rand, aber sie hatte kaum noch Kraft. Ich nahm Charlys Leine, reichte Rafael Mercys kurze und dicke Leine und Rafael liess sich an der Kanalwand herab um Mercy am Halsband beim Herauskommen zu helfen. Ich sag euch, wer uns 4 dort oben am Kanal gesehen hat, wird dieses Szenarium wohl auch nicht so schnell vergessen. (Sorry, aber zum Fotografieren bin ich dieser Situation leider nicht mehr gekommen)
Wieder an Land sah man Mercy den Schreck noch an, aber sie fing sich schnell. Ihr Fell brauchte auch nicht lange um zu trocknen. Als wir dann unseren Spaziergang fortsetzten, schaute sie zwar immer wieder zum Kanal, aber reckte nur den Hals in dessen Richtung. Die Beine jedoch, blieben nach hinten gestreckt und wie festgenagelt auf der Strasse. "So etwas passiert mir nicht so schnell wieder" mag sie sich vielleicht gedacht haben.
Zu Hause angekommen frass sie etwas und ruht sich seither auf dem Sofa aus. Genug Abenteuer für heute würde ich sagen.



P.S. Wenn ich alle Hunderunden von heute zusammenzähle, ist Mercy mit uns ca. 12km gelaufen. Bin stolz auf sie.

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