Eine gute und eine schlechte Nachricht

Als ich abends heim kam, erwartete mich schon Rafael und sagte, er habe ein gute und eine schlechte Nachricht. Ich erwiderte: "Lass mich raten, der Tierarzt musste sie einschläfern und sie hat jetzt keine Schmerzen mehr?" 
"Nein nein" entgegnete mir Rafael. "Die gute Nachricht ist, sie hatte offenbar keinen Autounfall und somit auch keine inneren Verletzungen, die schlechte Nachricht ist, sie hat einen gebrochenen Oberschenkel."

Für die Untersuchung und die Röntgenbilder sowie Schmerzmittel und Antibiotika waren mit einem Schlag 128,73€ fällig.
  
 
"Und wie geht's nun mit ihr weiter?" fragte ich Rafael. "Sie hat einen glatten Bruch, der baldmöglichst operiert werden muss, sonst droht ihr die Amputation des Beines. Die Kosten belaufen sich auf ca. 500-600€, genau kann man das noch nicht sagen, denn diese Operation wird nicht so oft durchgeführt."
Klar, denn entweder hat man schon tausende €uronen für einen Hund ausgegeben und da macht eine Tierarztrechnung nicht so viel aus, oder das Schicksal eines Tieres ist einem egal und man lässt es erst gar nicht operieren. 
Wir posteten also den Spendenaufruf erneut bei Google+, bei facebook, bei Twitter, wir schickten ihn an Tierschutzorganisationen sowohl in Deutschland als auch in Spanien, wir informierten jeden der es wissen oder auch nicht wissen wollte, wir stellten uns "Betrüger-Anschuldigungen", wir rechtfertigten uns, erklärten, dokumentierten, erläuterten und schafften es letztlich, dass sich immer mehr für die kleine Mercy interessierten. Man begann sogar über unserer Aktion zu berichten, wie z.B. hier: Martin Goldmann , Marcels Blog , Tumaini.


  

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