Wobbler, busy buddy und das Halti

Am Montag war es nun soweit: der nette Herr von SEUR brachte das Päckchen von Zooplus. Inhalt: ein "Halti", ein "Kong Wobbler" und ein "busy buddy".
Rafael und ich hatten uns nach Beschäftigungsalternativen für Mercy kundig gemacht. Anfangs bestand ihre Unterhaltung, neben Gassigehen und schier endlos langen Kraul-mich-hier-und-da-und-hör-ja-nicht-auf-Einheiten, darin, in Zeitungspapier eingewickelte Leckerchen aus einem Karton zu kriegen. Beschäftigt war zum einen Mercy, denn sie liebte es, zum anderen waren wir dann aber wenig später auch beschäftigt und zwar damit, die erbrochenen Zeitungs-und Kartonreste zu beseitigen, die sie vorzugsweise abends beim Fernsehen direkt in ihr Körbchen platzierte. Wie schon mal erwähnt, frisst Mercy einfach alles, ob es nun schmeckt oder nicht. Die Kartonunterhaltung konnte also nicht von Dauer sein. So kamen wir auf den Kong Wobbler.
Zugegeben: Mercy brauchte mehrere Stunden um herauszufinden, was sie nun mit dem roten, sich aufrichtenden Teil denn nun solle. Mehr als schnuppern kam von ihr nicht. Charly hingegen wollte den Kong gleich für sich und verteidigte ihn heftigst. Erst als ich mit Charly den Raum verliess, konnte sich Mercy in aller Ruhe dem neuen Futterspender widmen. Rafael hat das mal für euch auf Video festgehalten: 

Wie schon oben erwähnt, war in dem Päckchen auch ein busy buddy, doch Mercy ist wohl noch nicht so weit und begnügte sich damit die Kordel abzukauen.



Ach ja, und dann war da noch das im Internet so angepriesene und auch so kritisierte Halti, in diesem Fall auch "Gentle Leader" genannt. Ich muss ganz ehrlich sagen, anders hätte ich mir nicht mehr zu helfen gewusst. Ich habe täglich über 3 Wochen mit Mercy trainiert und solange weder andere Hunde, Katzen, Fahrradfahrer, Autos noch Menschen unseren Weg kreuzten, war alles in Ordnung. Nur während einer 5km Runde bleiben Begegnungen der einen oder anderen Art nun mal nicht aus. Da wurde dann ein "FUSS" oder "AUS" nicht mehr für voll genommen. Rafa sagte mir von Anfang an, dass ich den Hund nicht "besingen" und klare Ansagen mit wenigen aber bestimmten Worten machen soll. Das tat ich auch. Dennoch, je mehr Kraft Mercy bekommt, desto mehr schmerzten mir nach jeder Runde die Hand-und Schultergelenke. Als Rheumatiker sind diese bei mir sowieso schon seit vielen Jahren angegriffen. So musste also eine andere Lösung her. Von brutalen Stachel-oder Würgehalsbändern, die man hier immer noch in fast jeder Zoohandlung kaufen kann, halte ich nichts. Das muss auch sanfter gehen, dachte ich so bei mir und schaute mir im Internet verschiedene Videos zum "Halti" an. So läuft Mercy also nun seit Montag Nachmittag mit mir und dem Halti und ich muss wirklich sagen: Das Teil war meine Rettung. Mit Mercy Gassi zu gehen ist nun so leicht wie eine Handtasche tragen. Ich habe keine Schmerzen mehr und sie keucht nicht mehr, weil sie nicht mehr an der Leine zieht. Hecheln, bellen, schnuppern, etc. ist nach wie vor möglich und schränkt sie auch nicht ein. Das Anlegen des Haltis ist einfach und sie sträubt sich auch nicht dagegen, wenn ich es ihr anlege.
Das erste Mal mit Halti, danach wurde es auf die richtige Länge zurecht geschnitten

Und falls ihr euch noch fragt, wie denn eigentlich die Nächte so verlaufen sind, seitdem Mercy mit im Schlafzimmer schläft, nun, sie sind bedeutend ruhiger geworden. Aber da Charly schon seit Jahren zu Rafaels Füssen schläft, wandelt Mercy des Nachts zwischen seinem und ihrem Körbchen hin und her...und Charly? Der lässt sie meistens sogar gewähren.

Hat Mercy Verlustängste?

Die Leser unter euch, die Mercys Geschichte von Anfang an hier verfolgt haben, wissen, dass wir Mercy die erste Zeit in der Garage, was ich eigentlich als Fotostudio nutze, untergebracht hatten. Sie fühlte sich dort auch sichtlich wohl, hatte dort alles, was sie brauchte und gesellte sich zu uns ins Wohnzimmer, wann immer ihr der Sinn danach stand. Wir hatten ihr ja zwischenzeitlich ein eigenes Körbchen gekauft, denn die Gästematratze war ja nur eine Übergangslösung. Doch auch wenn sie soweit sowohl ihr Spielzeug als auch ihr Körbchen sehr gut angenommen hatte, so waren ihre einsamen Nächte in der Garage eher von kurzer Dauer. Was bedeutet, mehr als 5-6 Stunden am Stück schlief sie dort nicht durch. Abends begleitete ich sie auf ihr Nachtquartier, richtete ihr Körbchen, stellte die Spielzeuge daneben, so dass sie genug Platz drin hat und sie nichts stört. Gegen Mitternacht war sie an sich schon immer müde, also daran kann es nicht gelegen haben, aber sobald Rafael, Charly und ich ins Bett gegangen waren und sie keine Geräusche mehr von uns vernahm, ging das Gebell los. Erst dachte ich, sie würde sich daran gewöhnen, teilweise meinte ich wirklich Fortschritte bei ihr verzeichnen zu können, doch es sollte wohl nicht sein. Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass ich täglich auf eine Rüge meiner Nachbarn gefasst war, die zum Glück aber nicht kam. 
Wenn ich morgens nach ihr schaute, war die Garage meist ein einziges Chaos, alles war durcheinander gewühlt und in ihr Körbchen getragen, sogar den alten Türstopper fand ich darin.
Nach über 3 Wochen vergeblichen Gewöhnens an die nächtliche Ruhe, fiel uns gestern nichts anderes ein, als Mercy mit zu uns in die kleine Schlafstube zu nehmen, denn nachts allein kann man sie noch nicht im Wohnzimmer lassen, sie würde wohl die ganze Anbauwand ausräumen und die Kunstblumen endgültig zerlegen. 
Und siehe da: es ward Ruhe! Sie schlief ruhig und entspannt von Mitternacht bis Punkt 8 (dann war es nämlich Zeit für Charlys Hustenmedizin) und auch nachdem ich mich nochmal hinlegte, schlief Mercy mit uns bis um 9 Uhr. Na das waren doch mal wieder humanere Schlafenszeiten! Es gab auch keine Malheure in der Nacht, ihr Geschäft hat sie dann ganz normal draussen bei der Gassirunde gemacht.
Also sind wir nun zu viert in der kleinen Schlafstube...so ist es zwar ein bisschen eng, aber dafür himmlisch ruhig.

Ring frei für Wauwi

Mercy geht es schon richtig gut. Wie gut, das könnt ihr hier sehen. Mercy fordert Charly nun täglich heraus. Das kann bis zu einer Stunde oder auch länger gehen. So wird Charly auf seine alten Tage noch mal ordentlich gefordert. Mercy benutzt, wie man deutlich sehen kann, schon fast normal ihre linke Pfote, von Schmerzen merkt man nichts mehr.


Die operierte Pfote ist schon wieder einsatzfähig - das ging echt schnell!

Vorwärts immer, rückwärts nimmer?

Für Mercy und mich heisst es jeden Nachmittag: Training! Training und nochmals Training. Sie soll lernen, wie man "bei Fuss" läuft, ohne einem dem Arm auszukugeln. Sie ist schon ein ganz schönes Energiebündel und sobald sie Fahrradfahrer, Autos, Katzen oder andere Menschen sieht, will sie los, und zwar sofort!
Da sich Mercys Erziehung viel schwieriger gestaltet, wenn Charly dabei ist, nehme ich mir den Nachmittag exklusiv für Mercy Zeit. Wir laufen dann so um die 3km, teils im Dorf und an der Strasse, an den Orangenplantagen, am Kanal und an den Gewächshäusern entlang. Das kann sich bei all den Stopps, die man laut Hundeerziehung einlegen muss, sobald sie zieht, ganz schön in die Länge ziehen. Aber gut, ich bin ja ein geduldiger Mensch und es ist noch kein wohlerzogener Hund vom Himmel gefallen.
"Sitz" macht Mercy schon sehr gut, sogar häufiger, als ich es ihr befehle. An "Platz" arbeiten wir noch und auf Reiz armen Strecken läuft sie auch schon mal 100m am Stück "bei Fuss".
Ich hatte des öfteren gelesen, dass man auch, sobald der Hund zieht, die Richtung ändern soll. Also nahm ich mir Kreis runde Wege vor. Sobald ich also merkte, dass sie wieder zieht, ging ich nach links oder rechts, was auch noch klappte. Aber wenn ich dann den Kreis zu Ende laufen möchte, geht gar nichts mehr. Sie sperrt sich dann mit allen Vieren auf der Strasse oder Weg fest, oder legt sich dann einfach hin. So als wolle sie mir begreiflich machen: "Vorwärts immer, ein Zurück gibt es aber bei mir nicht!"  Na mal sehen, wie ich das Problem löse, denn selbst auf Lockungen und Leckerlis reagiert sie dabei nicht.

Mercy, der Yoga-Hund

Ich habe keine Ahnung warum, aber Mercy nimmt, wenn sie ihn ihrem Körbchen liegt, immer häufiger sehr abgedrehte Stellungen ein, die ich so von unserem Charly noch nicht kannte. Ich hab das mal im Bild festgehalten:
Total bequem - zumindest für Mercy
Sie schläft auch mitunter mit halb offenen, wild kullernden Augen und macht Quietschlaute (ich denke, da bellt sie wohl im Schlaf).
Aber sie kann auch ganz normal...und da schau ich ihr so gern beim Schlafen zu:


Mercy und der Kauknochen:

Wauwi-Beschäftigung

Wir bekamen neulich den Rat, Mercy mit einem Karton, gefüllt mit Zeitungspapier und Leckerlis zu beschäftigen. Heute haben wir das mal gemacht. Stundenlang sass sie neben dem Karton, schupperte, aber tat nichts. Erst als wir für ein paar Stunden das Haus verliessen, war es ihr langweilig genug, dass sie den Karton näher untersuchte. Als wir zurück waren, bot sich uns folgendes Bild:


Fazit: Ein zufriedener Hund mitten im Zeitungschaos und bis auf 3 Leckerlis hat sie alle gefunden. Das machen wir wieder ;)


Nachtrag 20.11.2011
Da sich Mercy nun fast täglich ihr Futter so erarbeitet, dachte ich, ich halte das mal für euch in Bild und Ton fest. Mercy hatte mich nicht bemerkt und so konnte ich sie filmen...bis sie sah, dass ich mich näherte.





Ich weiss, ich hätte es besser wissen müssen

Ja, sie kann ja nichts dafür,
ja, sie ist halt nur ein Welpe,
ja, sie tat es ja nicht absichtlich und 
ja, etwas Schwund hat man immer.

Unserem Charly geht es in den letzten Tagen nicht so besonders, immer wieder röchelt und würgt er, vor allem wenn er viel mit Mercy rumgetollt hat. Sie fordert ihn dauernd heraus und will vielleicht langsam die Rangfolge neu ausdiskutieren, da sie merkt, dass sie immer mehr Kraft hat und auch grösser ist als Charly. Die beiden liegen sich nun mehrfach täglich in den Haaren, pardon, im Fell und Charly schluckt wohl einiges davon.
Letzte Nacht wachten wir von Charlys Geröchel auf und als ich in die Küche ging um Charly etwas zu trinken zu holen, wachte Mercy natürlich auf. 6 Uhr früh, alles stockfinster, der Tag kann beginnen - dachte sie, ICH NICHT. 
Kaum hatte ich mich wieder hingelegt und Rafael streichelte Charly beruhigend den Rücken, gab es einen Knall. Ich ahnte schreckliches. Und als ich in die Garage rannte um nach Mercy zu sehen, wurde meine Vorahnung leider auch bestätigt: sie hatte die Blitzlichtanlage zu Boden geschmissen. All die Zeit vorher hat sie sie nicht einmal angeschaut und immer in Ruhe gelassen. Somit dachte ich, dann kann ich sie auch drinnen stehen lassen. Tja, Pustekuchen. Der Metallschirm verbogen, das Licht geht nicht mehr und der weisse Schirm ist zerbrochen. Ich hätte heulen können. Nun werde ich heute alles, aber auch wirklich alles aus der Garage räumen, um weitere Schäden zu verhindern.
Aus Fehlern lernt man eben, ich auch.

Drama in der Tierklinik

Genau heute vor 2 Wochen wurde klein Mercy operiert und jetzt war es soweit: die letzten 3 Klammern sollten ihr entfernt werden.
Wir fuhren also wieder in die Tierklinik und wurden vom Personal schon freudestrahlend empfangen. Wie immer stellte ich Mercy auf die Waage: 11,05kg! Das sind 1,65kg mehr, als am Tag, wo ich sie fand.
Als die Tierarzthelferin gerade das neue Gewicht im Computer eintragen wollte, kamen plötzlich 2 Leute zur Tierklinik herein. Eine Frau mittleren Alters und ein alter Mann, wahrscheinlich ihr Vater. Der Mann hielt ein blutüberströmtes Bündel Hund in den Händen. "Wir haben einen Notfall" sagte er. Der kleine 4jährige Micky, so hiess der verletzte Hund, war von einem Auto angefahren worden und der Fahrer flüchtete. Der Mann stellte sich neben mich an die Rezeption und so fiel mein Blick auf das blutige Hundegesicht. Ich hatte bis heute noch nie ein herausgefallenes Auge gesehen...Halloweenfratzen waren echt nichts dagegen. Ich kämpfte gegen meine matschigen Knie, denn wer mich kennt weiss, dass ich weder Blut noch solche grausigen Sachen sehen kann. Der alte Mann war fix und fertig. Die Tierarzthelferin nahm die Daten auf, wog den Hund und brachte ihn sofort in den OP. 
Wir warteten derweil im Wartezimmer und drückten dem kleinen Micky die Daumen....ob er wohl sein Auge behalten wird können? Wir werden es wohl nicht mehr erfahren.

Nach einer kleinen Weile waren wir dann an der Reihe - die Klammern wurden entfernt!
Mercy hält immer wunderbar still, diesbezüglich ein echt unkomplizierter Hund.

Nach ein paar Minuten war alles über die Bühne und Mercy und ich konnten uns wieder auf den Heimweg machen. Aber zuvor gab es noch ein Leckerli von der Rezeption. "Dass dieser Hund so schnell wieder auf die Beine kommt, hätten wir nicht gedacht." sagte die Tierarzthelferin. Ja, was eben gute Pflege so ausmachen kann. Es ist ja mittlerweile sogar wissenschaftlich bewiesen, dass glückliche Hunde viel schneller genesen, als unglückliche.
Und dass Mercy hier glücklich ist, sieht man doch, oder?







Mercy macht Kleinholz

Die kleine Mercy war gestern wieder auf Erkundungstour. Ich hatte ja schon erwähnt, dass sich Mercy mit dem Spielen noch schwer tut, dass sie aber gern in Sachen hinein beisst wusste ich schon. Also suchten Rafael und ich gestern beim Gassi gehen ein passendes Stöckchen und nach ausreichender Überzeugungsarbeit beschäftigte sich Mercy sogar ein bisschen damit.



Während der Hunderunde kamen wir an einem Grundstück vorbei, in dem gerade Bäume beschnitten wurden. Die Äste lagen auf dem Gehweg und wir dachten uns, wir nehmen einfach mal einen schönen, saftigen Ast mit. 

Abends hiess es dann erst einmal: Kuschelzeit mit Mercy

Heute Morgen dann war ich gespannt, was sie denn diesmal so angestellt hat. Ich hatte ihr ja den Ast von gestern mit in die Garage gegeben, in der Hoffnung, dass sie sich nachts daran austoben kann. Und wie sie sich daran ausgelassen hat, zeigt dieses Bild: 

Morgen am 16.11.2011 werden wir wieder zum Tierarzt fahren um die letzten 3 Klammern entfernen zu lassen. Die OP-Narbe schaut wirklich gut aus.

So und nun noch zwei Abschlussbilder für heute: 
Warten auf's Gassi gehen


Nachtrag: auch noch nach Wochen liebt sie diesen Ast so innig, dass sie ohne ihn gar nicht mehr sein will:

Das Kartonsyndrom

Unsere kleine Mercy war gestern echt geschafft. Nach all den Kilometern schlief sie letzte Nacht sehr schnell ein und ich hatte die Hoffnung, dass sie uns nun etwas mehr Schlaf als 7 Stunden gönnen würde.
Nunja, bis auf ein kurzes Bellen um 7:33Uhr war auch alles ok. Erst gegen 9:10Uhr machte sie dann schon mit einem nachdrücklichen Bellen aus der Garage auf sich aufmerksam. An dieser Stelle erstmal die gute Nachricht: sie hat wiederholt weder Pippi noch Häufchen in der Garage gemacht.
Als ich nach ihr schaute um sie zum Gassi anzuleinen, bekam ich erstmal ihr Werk von letzter Nacht zu sehen:

Wir hatten vor Kurzem die alten Gardinen entfernt und vorübergehend in einem Karton in der Garage verstaut. Mercy kann aber anscheinend keinem Karton widerstehen. (Fand sie ja auch am 26.Oktober auf einem Karton) Neulich erst der GEFRO-Karton, gestern Morgen der Pizza-Karton, nun dieser hier. Hat einer von euch einen Tipp, wie wir ihr das abgewöhnen können? Den Gardinen hat sie nichts getan, die waren so wie vorher, aber an einem Karton zu kauen, scheint wohl mit kaum etwas anderem konkurrieren zu können. Dabei hat sie immer einen Kauknochen und ein Schweineohr in ihrer Nähe. Ich dachte, sie stellt dann nichts an, wenn sie was besseres zum Reinbeissen hat.
Soll ich jetzt wirklich jeden Karton aus ihrer Reichweite entfernen, in der Hoffnung, dass sie dann ihre Leidenschaft für zerkauten Karton vergisst?

Mercy geht baden und fast unter

Da es Mercy von Tag zu Tag besser geht und sie langsam aber sicher mehr und mehr Auslastung einfordert, entschlossen wir uns heute Mittag mal die grosse Runde von 6km zu laufen. Mercy war mit voller Begeisterung dabei. Aber wie ihr wisst, ist sie immer noch ein Welpe und Welpen sind neugierig. SEHR neugierig.
Wir haben am Rande unseres Dorfes einen mal mit mehr und mal weniger Wasser gefüllten Kanal. Charly liebt es, darin ein paar Meter zu schwimmen, denn ein besonders guter Schwimmer ist Charly auf Grund seiner kurzen Beinchen nicht gerade und an sich mag er auch gar kein Wasser, aber die Abkühlung im Kanal kam ihm heute gerade recht.

Mercy sah ihm zu, traute sich aber nicht. Das war uns auch ganz recht so, schliesslich ist der Hang am Kanal auch nicht gerade flach. Wir liefen also weiter. Mercy schaute mal links, mal rechts - auf der ebenen Strasse neben dem Kanal, die auch kaum befahren wird, hatte ich kurzzeitig die Leine abgenommen: ein Fehler wie sich herausstellen sollte.
Mercy nahm sich also ein Herz und tapste schneller als wir reagieren konnten runter ans Wasser. Erst konnte sie sich noch halten, doch als sie sich vorn über beugte um zu trinken, verlor sie ihr Gleichgewicht und plumpste ins Wasser. Vor Schreck ruderte sie was sie konnte gegen den Strom, doch noch hat sie keine gute Kondition. Das Wasser trieb sie dann zum Glück wieder an den Rand, aber sie hatte kaum noch Kraft. Ich nahm Charlys Leine, reichte Rafael Mercys kurze und dicke Leine und Rafael liess sich an der Kanalwand herab um Mercy am Halsband beim Herauskommen zu helfen. Ich sag euch, wer uns 4 dort oben am Kanal gesehen hat, wird dieses Szenarium wohl auch nicht so schnell vergessen. (Sorry, aber zum Fotografieren bin ich dieser Situation leider nicht mehr gekommen)
Wieder an Land sah man Mercy den Schreck noch an, aber sie fing sich schnell. Ihr Fell brauchte auch nicht lange um zu trocknen. Als wir dann unseren Spaziergang fortsetzten, schaute sie zwar immer wieder zum Kanal, aber reckte nur den Hals in dessen Richtung. Die Beine jedoch, blieben nach hinten gestreckt und wie festgenagelt auf der Strasse. "So etwas passiert mir nicht so schnell wieder" mag sie sich vielleicht gedacht haben.
Zu Hause angekommen frass sie etwas und ruht sich seither auf dem Sofa aus. Genug Abenteuer für heute würde ich sagen.



P.S. Wenn ich alle Hunderunden von heute zusammenzähle, ist Mercy mit uns ca. 12km gelaufen. Bin stolz auf sie.

Mercy richtet sich ein

Da mir der Tierarzt gestern geraten hat, Mercy an der kurzen Leine auszuführen und weil die bisherige Leine eigentlich Charlys Ersatzleine ist, sind Rafael und ich gestern nochmal zum chin. Bazar gefahren, wo wir schon das Spielzeug für Mercy gekauft hatten. Für knapp 2€ bekamen wir dort eine kurze, rote und vor allem stabile Leine. Denn Mercy bekommt von Tag zu Tag mehr Kraft in den Beinen und wenn sie an der langen Leine Anlauf nahm, wäre es schon besser gewesen, ich hätte Räder unter meinen Füssen gehabt. (Charly und Mercy als Schlittenhunde, ist schon fast eine Überlegung wert)
Die Mitarbeiter des riesigen Bazares waren damit beschäftigt neue Waren auszupacken und so schaute ich mich schon mal um. Mein Blick fiel bald auf die echt günstigen (18,95€) und vor allem grossen Hundekörbchen in verschiedenen Designs. Dass Mercy nicht ewig auf der Matratze in der Garage bleiben kann, war uns von Anfang an klar. So entschieden wir uns auch ein Körbchen (wenn man das bei der Grösse noch so nennen mag) mitzunehmen. 
Zu Hause angekommen, legte ich ihre Lieblingshandtücher hinein, damit es schon mal ihren Geruch annimmt und es dauerte kaum 2 Minuten, da beschnupperte sie ihr neues Domizil und legte sich hinein. 
Wir stellten das neue Körbchen ins Wohnzimmer neben das Sofa, so dass sie alles im Blick hat.
Abends beim Fernsehen - Mercy entspannt

Mercy im Land der Hundeträume
Nachts, zur Sicherheit unseres Wohnzimmers, bringen wir Mercy aber nach wie vor in die Garage. Damit sie dort auf ihr Körbchen nicht verzichten muss, stellte ich es ihr hinein. Am nächsten Morgen erwartete mich folgendes Szenarium:
Den GEFRO-Karton hatte sie offenbar zum Fressen gern, aber das Körbchen hat die Nacht zum Glück überstanden.
Aber Körbchen hin oder her, am schönsten ist es nach wie vor auf dem Sofa - mit Charly.



Durchbruch bei FTL-Antrieb

Die vom CERN können mit dem LHC beweisen was sie wollen, ich mache mir eher Sorgen um den SWC - Small Wauwi Collider.
Man nehme Charly und Mercy, füge potentielles Leckerli hinzu und beobachte Phänomene wie spontane Materieverflüchtigung, Hundeteleportation und die Verwandlung von Materie in ganz und gar unedle Gase.
Ich muss nur noch eine Methode finden die beim SWC entstehende Kraft zu vektorieren und schon hat die Menschheit den ersten funktionierenden FTL-Antrieb... nur muss das "Abgasproblem" noch gelöst werden. ;)

Fäden ziehen

Mercy hatte heute am 11.11.2011 einen Termin beim Tierarzt, scherzhafterweise genau um 11Uhr. Mercy kennt den Weg mittlerweile ganz genau und wir wissen nun auch: sie liebt Autofahren. Sobald sich in unserer Strasse eine Autotür oder Kofferraum öffnet, will sie hinein. So war das Hinkommen auch kein Problem.
In der Tierklinik angekommen wollten natürlich alle diensthabenden Pfleger und Ärzte die kleine Mercy sehen und streicheln, das war ihr aber dann doch etwas zu viel und das Pfützchen war nicht mehr aufzuhalten.
Alfredo, der Arzt der Mercy operierte und der gleichzeitig der Besitzer der Tierklinik ist, untersuchte Mercy dann. Er beobachtete jeden ihrer Schritte im Flur, tastete ihre Beinmuskulatur akribisch ab und begutachtete ihre Narbe. Er ist sehr zufrieden mit Mercys Fortschritten. Die Fäden konnten gezogen werden, aber die Klammern bleiben noch bis Dienstag. Dann sollte auch der untere Teil der Narbe verheilt sein.
Fäden sind gezogen, nur die Klammern stecken noch
Alfredo fragte nach den Schmerztabletten. 
"Die haben wir seit gestern abgesetzt!" sagte ich. 
"Das ist super. Und die Antibiotika?" 
"Die geben wir weiterhin" antwortete ich.
"Bis Sonntag kann sie die auch ruhig noch bekommen, danach nicht mehr." riet mir Alfredo.
Ich bekam dann noch den nächsten Termin für das Kontrollröntgen am 13.12.2011 um 11Uhr und die Anweisung sie bis dahin nur an der Leine auszuführen. Jetzt wo sie sich so gut fühlt, könnte sie sich schnell überschätzen und noch ist der Knochen ja nicht zusammengeheilt. Nach dem Kontrollröntgen wird er mir dann sagen können, ob ich sie dann auch ohne Leine laufen lassen kann.

Dann ging es wieder auf nach Hause. Dort angekommen, lag unserer kleine Prinzessin im Kofferraum und machte nicht die geringsten Anstalten aussteigen zu wollen. Da ich die mittlerweile 11kg Hund nicht herausheben kann, muss sie mir schon entgegen kommen. 
Ich bleib hier
Es half nichts. Sie wollte einfach nicht. Da fielen mir die Leckerlis ein, die ich noch von gestern in meiner Jackentasche hatte. Nach einigem "Schnuppern und dran Probelecken" legte ich das Leckerli auf die Kofferraumklappe und siehe da, sie kam. So konnte ich sie nehmen und nach unten setzen. 
Naja, lieber ein Hund, der es liebt Auto zu fahren, als einen, der totale Panik davor hat, oder?

Bald stubenrein?

Anfangs war es Mercy sichtlich peinlich, wenn sie in der Garage ihre Notdurft verrichtet hatte. Aber Gassi gehen war ja mit dem gebrochenen Bein nicht möglich. Mittlerweile macht Mercy ihr grosses und kleines Geschäft schon sehr zuverlässig während der Hunderunden. 5 mal am Tag geht es raus. Morgens liebt sie es in heruntergefallene und aufgeplatzte Zitronen oder Orangen zu beissen. Fressen tut sie sie nicht, nur ein bisschen den Fruchtsaft geniessen. Oliven mag sie auch sehr, so 3-5 verputzt sie so täglich am Vorbeigehen. Datteln stehen bei ihr auch hoch im Kurs.
Sobald wir das Haus verlassen wird auch schon das erste Pfützchen gemacht. Wir loben sie jedes mal, damit sie weiss, dass sie das so weiterhin machen kann. "Gehäufelt" wird bei ihr so 3 mal am Tag: Morgens um 9, mittags gegen 15 Uhr und Abends um halb 9. Da kann man schon fast die Uhr danach stellen. Da Charly, wahrscheinlich aus Futterneid, derzeit zum Dauermampfer mutiert ist, macht auch er bis zu 4 Häufchen - vor Mercy waren es nur 1-2. Ich bin nun am Überlegen, ob es sinnvoll wäre, feste Essenszeiten einzuführen, wo sie getrennt fressen, dass keiner dem anderen das Futter stielt. Vielleicht kann mir ja einer von euch einen guten Tipp geben, denn derzeit ist die Situation so, dass beide aus dem gleichen Napf fressen. Mercy rührt ihren Napf nicht an, obwohl das gleiche Futter drin ist.
Wir werden die Gassigehzeiten erst einmal weiter so beibehalten, bis sie sich richtig eingelebt hat, dann denke ich, dass wir aus 5 mal auch 3 mal machen können. Bei Charly bin ich damals 8 mal am Tag mit ihm raus, bis er stubenrein war.
Mercy, wie schon mal erwähnt, bellt und macht auf sich aufmerksam, wenn es dringend wird. Aber manchmal, wie eben gestern Nacht, konnten wir uns gar nicht so schnell anziehen und die Leinen holen, wie wir die Pfütze schon im Flur hatten. Naja, kann ja mal passieren, ist ja schliesslich ein Welpe. Mit der Zeit wird das schon, ganz bestimmt. Und ich bin stolz auf die Kleine, wie weit sie schon ist. Hätte nicht gedacht, dass sie so schnell solche Fortschritte macht.
Charly und Mercy zusammen auf dem Sofa. Für uns ist dort bald kein Platz mehr.

Eine böse Überraschung

Gestern Nacht gegen 23 Uhr, als wir mit den Hunden das letzte mal die Hunderunde gingen, setzte sich Mercy plötzlich hin und kratzte sich mit der linken Hinterpfote einen Teil der OP-Naht auf.  Sie trägt ja (meist) die Halskrause um zu verhindern, dass sie sich aufleckt, aber auf die Hinterpfote mit den Krallen waren wir nicht vorbereitet. Der obere Teil der Naht ist schon gut zusammengeheilt, aber der untere Teil machte uns Sorgen. Rafael desinfizierte die Wunde, gab eine antibiotische Salbe darauf und verband das Bein, um es vor weiterem Kratzen zu schützen.
Heute Morgen war der Verband noch dran, löste sich aber während des Gassigehens. Schon letzte Nacht stand für uns fest, dass wir sicherheitshalber heute zum Tierarzt fahren. Gegen 10 Uhr waren wir dort. Welch riesiges Hallo gab es da, alle freuten sich klein Mercy wiederzusehen. Man sagte uns, alle, aber auch wirklich alle Mitarbeiter der Tierklinik haben die Videos von Mercy beim Laufen gesehen und freuen sich riesig über so schnelle Fortschritte. Rafael erzählte ihnen, dass Mercy sich schon mit Bellen meldet, wenn sich ein Häufchen oder Pipi anbahnt und dass wir täglich mit Hilfe von Videos Physiotherapie mit ihr machen. Die Mitarbeiter waren beeindruckt, nein, so etwas habe man noch nie gehört, aber sie finden es toll.
Bei der Gelegenheit stellten wir Mercy auch gleich auf die Waage: 10,5kg! Als wir sie am 26.10.2011 fanden wog sie nur 9,4kg. Sie ist immer noch recht knochig, aber an den Rippen merkt man schon, dass sie langsam zunimmt.
Wir mussten nicht lange warten, bis wir mit Mercy ins Behandlungszimmer konnten.
Die Tierarzthelferin schaute sich die Naht genau an, verknotete den Chirurgenzwirn, damit nichts weiter aufgeht und klammerte den Rest. Am Freitag, den 11.11.2011 um 11 Uhr haben wir ja sowieso einen Termin zum Fäden ziehen. Der untere Teil der Naht wird aber nun länger brauchen, bis er verheilt ist.

Für diese Behandlung hat die Tierklinik nichts berechnet.


Kaum zu Hause war Mercy erst einmal geschafft und wollte sich ausruhen:



FAQ - Häufig gestellte Fragen

In diesem Post möchte ich einige der uns am häufigsten gestellten Fragen beantworten.


Warum tut ihr das?
Nun, dass der spanische Tierschutz, wenn man ihn so nennen will, ein völlig anderer ist, als der deutsche, ist kein Geheimnis. Tiere in Spanien werden als Objekt gesehen, das man nach Belieben behandeln kann, Rechte hat so ein Tier nicht, erst recht kein Recht liebevoll und artgerecht behandelt zu werden. Wenn man aber, wie wir beide, tierlieb ist und schon einmal einen völlig verdreckten, hungrigen kleinen Hund von der Strasse aufgelesen hat und ihm ein liebevolles Zuhause gegeben hat und man sieht, wie dankbar so ein kleiner Wau sein kann, dann zögert man erst Recht nicht zu helfen, wenn man wie in Mercys Fall einen verletzten, abgemagerten Welpen vorfindet.
Dieses Tier ist offensichtlich misshandelt worden, hat vor Gürteln und Besen Angst, der Bruch am Oberschenkel rührte höchstwahrscheinlich von einem Tritt her. Wer, wenn nicht wir, die wir sie gefunden haben, sollte ihr helfen? Die Nächstenliebe gilt ja nicht nur den Mitmenschen gegenüber. Jedes Tier hat Gefühle und dieser kleine Hund fühlte offensichtlich nur noch Angst und Schmerzen. 

Wir würden es immer wieder tun.


Was ist Mercy für eine Rasse?
Genau kann man das natürlich nicht sagen, aber wir denken, dass es eine Malinois-Mischung sein könnte.


Wie alt ist Mercy?
Anfänglich schätzte der behandelnde Arzt Mercy auf ca. 9-11 Monate.
Der Chirurg allerdings war sich, nachdem er die Knochen genau bei der OP gesehen hatte, ziemlich sicher, dass sie maximal 9 Monate sei.
Man kann ein abgemagertes Tier auch schwer altersmässig schätzen...aber sie nimmt ja zum Glück zu und das Fell glänzt auch schon ein bisschen. Ihre Zähne sind weiss wie Porzellan, eben noch ganz neu.



Wollt ihr Mercy behalten?
Tierheime in Spanien platzen aus allen Nähten. Daher weiss man sich hier oft keinen anderen Rat und schläfert die Tiere nach 6-8 Wochen ein, wenn man sie nicht vermitteln kann. Würden wir sie also in ein Tierheim geben, wäre ihr Schicksal besiegelt.
Das Tier wieder aussetzen, sobald sie richtig gesund ist, kann man auch nicht.

Somit haben wir nur 2 Optionen: entweder wir schaffen es, die kleine privat in liebevolle Hände zu vermitteln oder wir müssen sie behalten. Was anderes kommt nicht in Frage. Etwas anderes hat so ein kleiner Hund, der schon so viel Schlechtes in seinem kurzen Leben erfahren hat, auch nicht verdient. Ich denke, das sehen all die Mercy-Fans und Spender auch nicht anders, als wir.

Mercy und der Wohlfühlfaktor

Klein Mercy eroberte gestern Abend zum ersten Mal unser Sofa. Für Charly ist es seit Jahren normal, dass wenn ich mich abends auf die Couch lege, dass er sich dann an meinen Bauch kuschelt und seine Streicheleinheiten einfordert. Mercy sah das gestern und weil sie immer sicherer mit ihrer Pfote wird, gab sie sich einen Ruck und hüpfte, wenn auch zaghaft, hoch zu Charly und mir auf's Sofa. Sie blieb erst am Rand sitzen, schaute mich an, als ob sie nun irgendeine Reaktion von mir erwarten würde, fing an nach hinten zu rutschen und bevor sie fiel kam sie ganz schnell zur Rückenlehne, legte sich hin, ihren Kopf auf mein Knie und schaute mit fern.

Charly sagte nichts dazu. Solange er seine Kraulis bekommt, ist seine Welt in Ordnung.
Selbst als ich aufstand blieb Mercy liegen. Charly wanderte derweil auf das zweite Sofa zu seinem geliebten Entenkissen.


Mercy fing an, sanft zu schlummern und fühlte sich sichtlich wohl. Tiefenentspannt, ausgestreckt kommt sie schon auf eine beachtliche Länge, drehte sie sich abwechselnd nach links und rechts, immer in der Nähe der weichen Sofadecke.
Nun lassen wir aber Mercy über Nacht nicht allein im Wohnzimmer, da es dort zu vieles gibt, was sie evtl. zum Fressen gern hat.
Charly schläft seit einem traumatischen Erlebnis nachts bei uns im Schlafzimmer. Das aber ist recht klein. Die Vorstellung, ein zweiter Hund könnte sich nun noch in unser Ehebett schleichen (Charly ist im Winter eine perfekte Fussheizung im Bett), mag mir noch nicht so recht gefallen. Mercy hat ja auch noch kein richtiges Körbchen, die Teile in ihrer Grösse sind, was ich bis jetzt gesehen hab, ab 50€ aufwärts.
So bleibt Mercy halt vorerst noch in der Garage, bis wir uns darauf verlassen können, dass sie im Wohnzimmer nichts anstellt.
Irgendwann in der letzten Nacht packte Mercy dann der "Tine-Wittler-Wahn" und sie räumte um. Die Matratze mehr in die Mitte der Garage und die Decken am Boden so dagegen gedrückt, dass wenn man sich dagegen lehnt, es am Rücken weich wie auf dem Sofa hat.
Zum Foto legte sie sich zwar wieder auf die Matratze, aber vor paar Minuten lag sie wieder unten in ihrer neuen kleinen Kuhle. Auch zwischen Matratze und Wand ist sie nun anzufinden, warum auch immer.   
Die Gassirunden läuft sie nun fast komplett ohne Leine mit uns mit. Sie macht Pausen, wenn sie nicht mehr kann, die Zeit geben wir ihr dann aber auch. Wir laufen am Tag nun 5 mal 2km. Sie wird mit Streicheleinheiten und Wortbekundungen belohnt, wenn sie ihre Häufchen und Pfützchen draussen erledigt. Sie erkundet ihre Umwelt und liebt es Fahrradfahrern hinterher zu humpeln. Ab und an untersucht sie das am Boden liegende Obst und Gemüse, was von den Lastern gefallen ist, z.B. Paprika, Orangen, Artischocken oder Oliven. Aber am Besten schmeckt ihr das Essen aber immer noch aus Charlys Napf.