Mercy macht munter weiter

Man kann mittlerweile wirklich sagen, dass Mercy wieder richtig fit ist. Sie bewegt sich ganz normal, spielt mit Charly, schläft ruhig und frisst gut.
Apropos fressen. Die Erläuterungen zum Thema "Mercys Speiseplan" kann ich noch ergänzen. An Weihnachten gab es bei uns Orangenente. Sowohl Hals als auch Bürzel der Ente gingen an Charly und Mercy, somit war es für sie auch Weihnachten. Die haben vielleicht geschmatzt kann ich euch sagen. Sie haben es auch gut vertragen, der Stuhlgang war annähernd normal.
Vor 2 Tagen bekam ich zum wiederholten Male von der Nachbarin Zucchini vorbei gebracht. Wir wohnen hier ja auf dem Land und dementsprechend wird hier auch viel angebaut. Aber zugegeben, SO viel Zucchini bekommen wir einfach nicht gegessen. Somit bot ich, mehr aus Spass, Mercy eine Zucchini an und siehe da, sie verschlang sie mit hundischer Hingabe.


Ich weiss, die Bildqualität lässt oftmals zu wünschen übrig, aber die Handykamera gibt leider nicht mehr her.
Was sie allerdings hierzu veranlasste, weiss ich nicht, ich hab es zu spät gesehen.

Aber wenn wir dann abends auf dem Sofa kuscheln, kann sie sooo lieb sein.

Mercy - des Wahnsinns fette Beute

...so zumindest nennt Rafael sie immer, den kleinen Wirbelwind, der gestern schon 1 Schuh entführt und einen anderen zerkaut hat, kaum dass ich das Zimmer verlassen hatte. Heute war sie zwar ziemlich aufgedreht, aber hat sich benommen. Im Patio hat sie sich ein angewehtes Laubblatt schmecken lassen...oder vielleicht mochte sie einfach nur das Knuspergeräusch, wer weiss das schon.
Was macht die denn da? Schon wieder fotografieren?

Bald wieder Zeit für die Pediküre

Immer schön Zähne zeigen

Zugegeben, manchmal schaut sie echt etwas belämmert aus

Es fehlen nur noch paar Millimeter und das abrasierte Stück Fell ist genauso lang wie der Rest.
Mercy tobte heute wieder eine ganze Stunde im Artischockenfeld herum, es war eine Freude diesem hüpfenden Bündel dabei zuzuschauen. Allerdings kam dann auch ein Auto mit einem daneben laufenden, schwarzen Hund, mind. 10kg schwerer als Mercy.
Mercy rannte gleich auf ihn zu und ehe sie sich versah, biss er sie zu Boden. Ich hab erst mal mit dem Schlimmsten gerechnet, schliesslich schrie Mercy, dass es mir durch Mark und Bein ging. Der Mann verliess sein Auto, rief seinen Rüden zurück und verschwand. Typisch, sobald es Ärger geben könnte, hauen die einfach ab. Feiglinge.
Mercy humpelte auf 3 Beinen zu mir und ich begutachtete erstmal ihren Hinterlauf. Zu sehen war nichts, kein Blut, nur etwas Speichel und Dreck. Mercy brauchte ein paar Minuten um sich zu beruhigen, aber dann so peu a peu lockten wieder die leckeren Artischocken und sie verschwand im Feld. Ungefähr 10min später sah man ihr gar nicht mehr an, dass überhaupt was passiert war. Zum Glück.

Ist Mercy eine verkappte Vegetarierin?

Dass Mercy etwas spezielle Ernährungsvorlieben aufweisst, hatte ich ja schon einmal erwähnt. Kannte ich doch bis Mercy noch keinen Hund, der zur morgendlichen Gassirunde Orangen-oder auch Zitronensaft liebt, möglichst frisch vom Baum. Neben Socken, Nackenkissen, Schuhen, Erbsen, Mandarinen, Äpfeln, Kartoffeln, Reis und auch Ingwerknollen steht nun was völlig anderes auf dem Speiseplan: Artischocken. Bis gestern waren die für sie noch total uninteressant, heute fragte sie sich vielleicht, wie sie denn bis jetzt ohne Artischocken leben konnte. Nach und nach werden wir den vegetarischen Speiseplan mal durcharbeiten, Zwiebeln natürlich nicht, das ist klar.







Zurück zu Hause war es dann Zeit für ihr "Mitbringsel" vom Feld. Wer am Ende aufräumen durfte, könnt ihr euch ja denken...und im Wohnzimmer lag ein ziemlich grüner Geruch in der Luft. Aber Mercy hatte Spass und wir keinen Schaden, das ist schon mal viel Wert.






Mercy geniesst die Wintersonne

Von Mercys geschwollenem Hals ist nun auch nichts mehr zu fühlen. Es geht ihr sichtlich besser und heute Mittag genoss sie für eine halbe Stunde die Wintersonne, nachdem sie sich wieder an ihrem Ast ausgetobt und mit Charly Fanger gespielt hatte.


Ich habe derweil schon mal bei Bekannten und Nachbarn herumgefragt, ob vielleicht jemand Interesse an Mercy hätte, denn jetzt, wo wie wieder gesund ist, könnte man sie ja vermitteln. Ich würde ihr ein grosses Grundstück wünschen, in dem sie immer nach Lust und Laune toben und laufen könnte, wo keine Wände sie einengen, wie bei uns. Mal schauen, ob wir ein passendes Zuhause für sie finden, ich glaube es zwar nicht, aber ihr kennt mich ja, ich lasse nichts unversucht.

Es gibt immer zwei Seiten

Es hat ja seine Vorteile auf dem Land zu leben, die Natur vor der Nase zu haben, die Esel und Schafe in der Nachbarschaft fast täglich zu hören, die Ruhe zu geniessen und den beiden Hunden, Charly und Mercy, nicht das stressige Stadtleben zumuten zu müssen. ABER, wie alles im Leben gibt es auch hier eine andere Seite der Medaille.
Mercy hat ja bekanntlich nun keinen Leinenzwang mehr und ich war froh, sie endlich mal austoben lassen zu können. Allerdings gibt es, wie ihr euch schon denken könnt, hier nicht nur Esel, Schafe, Ziegen, Katzen, Vögel und Hunde, sondern auch unendlich viele Mäuse, Ratten und Hasen, die auf den Feldern zu Hause sind. Dass diese auch gerissen werden, von hungrigen Hunden und Katzen bleibt da nicht aus. Mercy hat, und das ist nicht verwunderlich, einen ausserordentlich guten Geruchssinn und findet jeden, aber auch wirklich jeden Kadaver. Auch Überreste, wo schon Gras drauf wächst, stöbert sie auf und verschlingt sie gierig, so als ob sie bei uns nie was zu fressen bekäme. Wie ich ihr das austreiben soll, weiss ich noch nicht. Sie hört dann einfach nicht mehr, bringt ihre "Beute" 100m weiter in Sicherheit und verschlingt sie. Laufe ich ihr hinterher, denkt sie ich spiele mit ihr, gehe ich von ihr weg, denkt sie wohl, dass es dann nicht schlimm ist, dass sie es frisst. Ich schau schon immer drauf, dass sie nie hungrig Gassi geht, aber für einen alten Kadaver ist in ihrem Magen wohl immer noch ein Platz frei. Vor wenigen Tagen waren es die Gedärme eines "ich-weiss-nicht-was" (- aber als sie es wieder zu Hause erbrach hätte ich gleich nen Preis im Synchronwürgen bekommen können) und vorgestern ein Hasenkopf mit 2 Ohren. Es dauerte keine 10 Minuten und das Teil war verschlungen. Er muss ihr aber lange im Magen gelegen haben, denn die ganze Nacht stiess es Mercy immer wieder auf, sie würgte, bekam Schluckauf aber es kam nichts. Mittlerweile ist der Kopf wohl den natürlichen Weg gegangen, denn fressen und häufeln tut Mercy seit ihrer Halsgeschichte wieder mehr als genug.
Ich hab mir nun einen Platz in der Nähe ausgesucht, wo derzeit Artischocken und Brokkoli wachsen, da habe ich noch keine Kadaver gesehen und Mercy hat auch noch keine dort gefunden. Da kann ich sie dann halt auf den normalen Feldern hinterm Haus nicht mehr frei laufen lassen, wenn dass dann immer mit Erbrechen und Würgen endet. Denn das ist, so glaube ich, auch für den Hund nicht schön. Naja, wie ich immer sage, es wird für alles eine Lösung geben, wir müssen sie nur finden. In diesem Sinne: euch allen einen schönen 4. Advent!

Mercy geht es schon bedeutend besser

Die Medikamente, die der Tierarzt Mercy gestern verschrieben hat, haben sehr schnell und sehr gut angeschlagen. Schon gestern Abend war Mercy wie ausgewechselt, spielte wieder mit dem Kong und Charly und zeigte deutlich Appetit. Während der letzten Gassirunde gestern Nacht gegen 23 Uhr kam dann auch endlich nach fast 38 Stunden ein Häufchen. Klein, nicht zu fest und stank zum Himmel.
Auch heute Morgen war Mercy viel fitter als gestern früh und liess sich gleich den Reis schmecken. Charly wollte auch unbedingt was davon abhaben, dabei hat der Reis früher dermassen verachtend angeschaut, so als wollte er sagen: "DAS kannst du selber fressen!"
Nachmittags zur zweiten Gassirunde liess ich Mercy wieder von der Leine. Lang genug musste sie sich zurück halten mit ihrem Bewegungsdrang und gestern konnte sie ja noch nicht so wirklich wie sie wollte. Das habe ich dann einfach mal wieder auf Video und Bild für euch festgehalten.

Wie gerne würde Charly hinter, aber ist er einmal abgeleint, kommt er erst dann wieder, wenn ER es will.



Zwischen den Feldern lässt es sich toben
Der Hals von Mercy ist auch schon bedeutend abgeschwollen, ich denke, sie wird wohl bald wieder gesund sein.

Perfektes Timing - Mercy ist krank

Wie schon angekündigt, hatte Mercy heute ihren Termin in der Tierklinik. Aber schon seit der Sache mit dem Nackenkissen gestern, war Mercy irgendwie verändert. Sie schlief den ganzen restlichen Tag, frass nicht mehr, war wie ausgewechselt.
Auch heute morgen sprang sie nicht wie sonst gleich beim Weckerklingeln aus dem Körbchen, sondern blieb lustlos liegen.
Ein bisschen später trank sie dann nur einen Schluck Wasser und legte sich gleich wieder hin. Gegen 9 Uhr gingen wir zusammen mit Charly Gassi. Gestern machte Mercy wenigstens früh noch ein Häufchen, aber heute kam noch nichts. Stattdessen fiel mir auf, dass Mercys Hals geschwollen ist.
Lustloser Blick und geschwollener Hals - Mercy ist krank.

Wie praktisch: Mercys Krankheit + der Arzttermin= Perfektes Timing.
Als wir dann um 11 Uhr in der Tierklinik waren, fragte natürlich das ganze Personal gleich nach Mercys Befinden und da berichtete ich, was gestern mit dem Nackenkissen und den Styroporkügelchen passiert war und dass sie nun nicht mehr frisst, nicht mehr häufelt, nur noch schläft und den geschwollenen Hals hat. Da sollte ich sie erstmal wieder wiegen: 11,80kg.
Die Tierarzthelferin nahm Mercy mit zum Röntgen und wenig später kam der Arzt mit den Ergebnissen:
Die Röntgenbilder sind bilderbuchmässig, alles ist toll verheilt, man sieht, wenn man es nicht genau weiss, gar nicht mehr, wo genau der Bruch war.
Dann wurde Mercy untersucht: Fieber messen, Bauch und Hals abgetastet, Rachen begutachtet, Herz und Lunge abgehört, das übliche eben.
Ergebnis: Mercy hat eine Infektion und Fieber. Einen Zusammenhang zwischen den Styroporkügelchen und ihrem geschwollenen Hals konnte der Arzt nicht feststellen, er meinte, das habe nichts miteinander zu tun. Man verschrieb ihr Antibiotika und Schmerzmittel. Am Samstag soll ich unbedingt wieder in der Tierklinik anrufen und berichten, ob Besserung eingetreten ist. Falls es schlimmer wird, sie Durchfall bekommt oder erbricht soll ich sofort in die Tierklinik fahren. 
Rechnung für Arzttermin und Röntgenbilder: 59€
Rezept und Rechnung für Mercys Medikamente: 5,80€.

Aber ich denke, Mercy wird es schon bald besser gehen. Sie schläft viel, hat den Reis, den ich ihr gekocht habe auch gefressen und nun heisst es abwarten.

Werde ich sie jemals wieder los?

Lag es vielleicht daran, dass ich es wagte, Mercy aus ihren Hundeträumen mit der Melodie von Angry Birds zu wecken? Oder lag es daran, dass ich sofort als sie begann mit Charly zu toben schnappte und in den Patio setzte, damit die erste Pfütze des Tages nicht im Wohnzimmer landet? Oder lag es vielleicht daran, dass Rafael, in den sie total vernarrt ist, gestern Nacht keine Zeit mehr für sie hatte und heute morgen schon um 8:15 Uhr das Haus verliess und das Mercy frustrierte? Ich weiss nicht, woran es nun genau lag, aber als ich das Wohnzimmer heute morgen kurz verliess um den Porzellanthron im Badezimmer zu besteigen, machte sich Mercy über das am Samstag neu gekaufte Nackenkissen her. Als ich nach paar Minuten zurück ins Wohnzimmer kam, glaube ich, ich spinne. Das IKEA Nackenkissen von letzter Woche war mit weissen Flocken gefüllt. Somit war es keine grosse Sache hinterher alles sauber zu machen. Aber diesmal waren Millionen, ach was sag ich, Milliarden winzig kleiner Styroporkügelchen im Wohnzimmer verteilt. Schön auf und unterhalb des Sofas. Und die flogen bei jedem Lufthauch auch noch weiter. Ich versuchte zu retten, was zu retten war, kehrte in Zeitlupe die Kugeln auf, während ich Mercy die Predigt ihres Lebens hielt. Mittels Trichter (um die Kugeln wieder in das Nackenkissen zu befördern), Nadel und einigen Fäden reparierte ich das neue und schon ramponierte Teil so gut es eben ging. Rafael sagte am Samstag noch: kauf lieber gleich 2, du weisst nie, wie lange sie die Nackenkissen in Ruhe lässt. Gut, dass ich auf ihn gehört habe. Ich werde sie nun ausserhalb ihrer Reichweite aufbewahren und nur abends zum Fernsehen rausholen.
Trotz des unermüdlichen Einsatzes meines alten Miele-Staubsaugers, der mich schon seit meinem Auszug von zu Hause begleitet, bekam ich längst nicht alle von Mercy eingespeichelte Styroporkügelchen aus dem Sofa und sonstigen Ecken, in die die Teile derweil gewandert sind. Sie kleben nun an Kleidung, Besen, Tischdecke und vielem mehr. Eigentlich grenzt es schon an ein Wunder, dass sie nicht daran erstickt sind, so leicht wie die Teile eingeatmet werden können. Oh Mann, werde ich diese Kügelchen jemals wieder alle komplett los werden? Naja, passt ja wenigstens zu Weihnachten...Schnee mal auf Mercy's Art.


Und nun schläft sie wie ein Engel im Körbchen und tut so, als ob nichts gewesen wäre. Hab schon Bedenken heute Abend das Haus zu verlassen, wenn ich zum Kunstkurs um 18 Uhr gehe. Wer weiss, was mich dann erwartet....

Es war wohl heut nicht ihr Tag

Dass etwas nicht ganz in Ordnung war, ahnte ich schon gestern, denn Mercy hatte nur ca. 80g Trockenfutter gefressen (normalerweise verputzt sie um die 350-400g am Tag) und das letzte Häufchen des Tages kam auch nicht. Heute Morgen kam sie nur schwer aus dem Körbchen, machte einen teilnahmslosen Eindruck und das änderte sich auch nach dem morgendlichen Gassigehen nicht. Auch da kam kein Häufchen zu Stande, dafür pinkelte sie gleich doppelt. Ihre Blase scheint grösser zu sein, als ich dachte. Ein Wunder, dass sie das bis heute morgen um halb 10 bei sich behalten konnte. (Ich leine beide Hunde nun gleich nach dem Verlassen der Schlafstube an der Garderobe an, um das Toben am Morgen zu unterbinden, damit die erste Pfütze des Tages nicht unbedingt im Haus landet. Sie bleiben dort auch ganz ruhig sitzen, bellen nicht, raufen nicht - ein tolles Bild!)
Mercy kam nach Hause, frass zwei Happen, trank und legte sich wieder in ihr Körbchen. Geschlafen hat sie nicht, sie lag einfach nur da. Zum Spielen animieren konnten Charly und ich sie nicht, sie schaute kurz, was wir da machen und kehrte in ihr Körbchen zurück. So lag sie fast durchgängig bis 15 Uhr da, schaute ab und an mit hängendem Kopf zu mir in die Küche, legte die Ohren an, liess sich streicheln, trank etwas und kehrte zurück ins Körbchen. 
Rafael meinte dann, dass sie vielleicht eine Magenverstimmung haben könnte, ich sollte doch mal Reis kochen und ihn mit einer Prise Salz und einem Löffel Frischkäse Mercy anbieten. Das tat ich dann auch. Wir hatten zwar zu tun, Charly von Mercys Napf fern zu halten, aber Mercy verschlang gierig ihre Reisportion. Anschliessend ging ich mit den beiden Wauwis wieder nach draussen und da war es endlich: das lang ersehnte Häufchen! Es war zwar kleiner als ihre bisherigen, aber kein Durchfall und keine Verstopfung zu erkennen. Nach der Runde schien es ihr nach und nach besser zu gehen. Den Kauknochen aus Knochenleim haben wir ihr erstmal entzogen, vielleicht verträgt sie ihn nicht auf Dauer. Charly mochte die Teile noch nie, daher kann ich das nicht so genau sagen, ob es daran wirklich lag. Naja, wir werden sehen. Vorhin spielte sie sogar mit ihrem Kong Wobbler und sass auch mit bei uns während des Essens...es geht also wieder aufwärts.


Am Mittwoch, den 14.12.2011 um 11 Uhr hat Mercy übrigens ihren nächsten Termin in der Tierklinik zum Kontrollröntgen. Ich bin sehr optimistisch, dass der Tierarzt dann den Leinenzwang wieder aufhebt und sie sich endlich so bewegen kann, wie es ihr Körper verlangt. 

Ein Mops kam in die Küche....*sing*

Mit Mercy erlebt man schon so einiges. Manches davon hat man schon von anderen Hundebesitzern gehört, es aber nie selbst erlebt, da Charly eben auf Grund seiner kurzen Beinchen zu vielem einfach nicht im Stande ist. Aber nun mal zu folgender Geschichte, die sich gestern Morgen bei uns in der Küche abspielte.
Ich bereitete das Frühstück vor, während Rafael duschte. Ich legte alle Frühstücksleckereien wie Ingwermarmelade, Pfeffersäckchen, Schwarzwälder Schinken etc.  auf den Küchentisch. Weil ich noch mal kurz ins Bad ging um Rafael etwas zu fragen, nahmen die zwei Schlingel die Gelegenheit beim Schopf und Mercy holte das Pfeffersäcken, welches in Klarsichtfolie eingewickelt war, vom Tisch. Als ich die Küche wieder betrat, sah ich nur Charly hektisch die Küche verlassen, Mercy sah ich nicht. Aber bei mir klingelten schon die Alarmglocken. Ich ging Charly hinterher, dieser verschwand in seiner Stoffhundehütte im Wohnzimmer. Nur sein Hinterteil guckte noch heraus. Neugierig wie ich war, nahm ich das Dach der Hütte hoch, um zu sehen, was denn dort sei. Aber Charly war schneller. Er rannte zu Mercys Körbchen und legte das Pfeffersäcken dort hinein, so als hätte er gar nichts damit zu tun. Charly hatte es ihr wohl abgejagt, als sie es vom Tisch geholt hatte...anders kann ich mir das nicht erklären. Da die beiden Wauwis aber mit der Klarsichtfolie genug beschäftigt waren, kamen sie an das eigentlich Leckere dabei nicht heran. Gut für Rafael, denn der hatte sich schon die ganze Woche auf sein Pfeffersäckenbrot mit Zwiebel drauf gefreut.

Hier noch das Bild des Tages
Seit Mercy da ist, gefällt es Charly offensichtlich auch mal mit einem Ast zu spielen
und hier noch das passende Video dazu

Mercy und der alltägliche Wahnsinn

Mercy ist, und das steht zweifelsfrei ausser Frage, eine sehr liebe Hündin. Allerdings hat sie mindestens genauso viele Flausen im Kopf, wie jeder andere Welpe auch. Ich versuche sie so viel wie möglich im Auge zu behalten um Katastrophen zu verhindern, aber immer gelingt es mir nicht. So musste bis jetzt eine Blitzlichtanlage (ist in Reparatur), ein Schwibbogen (werde ich kleben können) und diverses anderes Kleinzeug dran glauben.
Am Mittwoch den hatte ich für eine Stunde das Haus verlassen müssen um Besorgungen zu erledigen und ich hoffte, die beiden Hunde würden genauso lieb und still sein, wie am Nikolausabend zuvor, als mich Rafael zum Essen ausführte. Aber meine Hoffnungen wurden bitter enttäuscht, denn als ich mittags heimkam, hockte Mercy auf dem Sofa und spielte "Frau Holle".
Die letzte Stunde meines Nackenkissens muss sehr qualvoll gewesen sein.
Es ist ja nicht so, dass es ihr an Spielzeug mangeln würde, aber sie liebt es anscheinend, Dinge zu zerreissen. Zum Beispiel Zeitung und Zewa und Taschentücher, wann immer sie welche zu fassen bekommt, auch an den Hundedecken im Körbchen zupft, zerrt und beisst sie dauernd herum. Aber wenigstens hat sie mittlerweile von den Tisch- und Stuhlbeinen abgelassen ohne grösseren Schaden zu verursachen.

Ihre Vorliebe zu Zitrusfrüchten ist aber nach wie vor geblieben. Wenn sie eine davon während des Gassigehens findet, wird darauf herumgekaut...aber natürlich teile ich meine Orangen und Mandarinen auch mit Mercy. Charly frisst zwar jetzt sogar Eier, die er vor Mercy nie mochte (der Futterneid lässt grüssen), aber Zitrusfrüchte sind dann doch nichts für ihn.
Es geht doch nichts über eine saftige Orange
Wie man sieht, behindert Mercy das Halti überhaupt nicht.

Jetzt, da die Tage deutlich kühler werden, haben offensichtlich auch die Wauwis ein erhöhtes Kuschelbedürfnis...auch mal auf einer gemeinsamen Decke
Sie rücken von Woche zu Woche immer näher zusammen
Warum wir dieses Jahr KEINEN Weihnachtsbaum aufstellen, beantwortet folgendes Video, so denke ich, recht gut. 

Jeden Morgen, egal um wie viel Uhr der Wecker klingelt, toben Mercy und Charly durch das Haus. Ich habe dann 2 Möglichkeiten: entweder ich schaffe es Mercy so schnell wie möglich in den Patio zu lenken (ggf. auch zu tragen, wenn sie partout nicht will) oder ich lasse sie gewähren und kann darauf warten, dass binnen der ersten oder zweiten Tobe-Minute die erste Pfütze des Tages im Wohnzimmer platziert wird. Ich hab immer wieder gelesen, dass man ja nicht schimpfen soll, wenn der Hund ins Haus pinkelt, sondern es stillschweigend entfernen soll. Das hab ich bis jetzt auch immer brav gemacht und sie gelobt, wenn sie es bis nach draussen geschafft hat. Aber gegen die morgendliche Tobe-Pfütze scheine ich nicht anzukommen. Sie kann es bei dem Herumtollen mit Charly einfach nicht mehr bei sich halten. Und ich kann mich gar nicht so schnell früh morgens anziehen, um sie als erstes draussen pinkeln zu lassen. Sobald ich mich früh im Bett aufsetze, stehen Charly und Mercy schon wartend vor meinem Bett und warten nur darauf, dass ich die Schlafzimmertür öffne, damit das Toben losgehen kann. Ich wollte sie dann schon im Schlafzimmer bei Rafael lassen, damit sie sich eben nicht so gebärden, aber dann ging das ganze auf dem Ehebett erst richtig los und ihr könnt euch vorstellen, wie sich Rafael fühlte, als plötzlich die beiden Hunde (7kg und 12kg ) ihn als Hüpfburg benutzten. Meint ihr, das lässt irgendwann nach, wenn Mercy älter wird? 




(Floh-) Zirkus

Dass Mercy, vor allem jetzt da sie richtig laufen kann, ein kleiner Wildfang ist, konnte man den vorherigen Posts schon des öfteren entnehmen. Heute Morgen war es mal wieder so weit. Ich war kurz in der Vorratskammer um die Zutaten für die anstehende Weihnachtsbäckerei zu checken, da erreichte meine Ohren ein Bellen, dessen Tonlage mir bis dato noch relativ fremd war. Aber dass es von Charly kam, erkannte ich schon. Es war kein freudiges Bellen, aber auch kein Angstbellen, es war irgendwie anders als sonst, und die Hundehalter unter euch werden mir bestimmt bestätigen, dass, so wie wohl Mütter das Schreien ihrer Babys nach kurzer Zeit gut deuten können, auch die Laute der Hunde sich deutlich (zumindest für dessen interessierten Halter) unterscheiden. Also liess ich alles stehen und liegen und eilte zum Küchenfenster. Mercy war gerade dabei den Blumenkasten mit den Ingwerknollen (ich wollte die wegen unserer Ingwersucht mal selber züchten) umzugraben. Das Grünzeug des Ingwers hatte sie in den letzten Tagen schon abgebissen und genüsslich darauf herum gekaut. Nun wollte sie wohl etwas mehr unter die Oberfläche gehen und das schaute dann so aus:
 

Obwohl ich Mercy schon mehrfach mit insektenvernichtendem Hundeshampoo gewaschen habe und auch ein Spray gegen Zecken & Co. verwendete, kratzte sich Mercy immer wieder. Nun fing auch Charly an, sich dauernd zu kratzen und tatsächlich: beim genauen Betrachten der beiden Bäuche (weil es da ja weniger Fell gibt) konnte Rafael einen Floh sehen. Doch die Mistviecher sind flink, die fängt man nicht einfach so. Also blieb uns nichts anderes übrig als erneut nach einer Lösung für das Flohproblem zu suchen. Ich fuhr in Mercys Tierklinik nach San Javier und schilderte das Problem. Man gab mir 3 kleine Fläschchen, die ich auf dem Rücken der Tiere verteilen sollte. Zu Hause angekommen, habe ich beide Wauwis erstmal gebadet und Charlys "Dreadlocks" entfernt (bei seinem langen Fell kann man die auch durch regelmässiges Bürsten kaum vermeiden und seitdem er täglich mit Mercy rauft, wurden sie am Hals noch schlimmer).
Also war erst Charly mit dem Baden dran, dann Mercy. Die beiden kennen das schon und nach nicht einmal einer Stunde hatte ich 2 mittelfeuchte, saubere, nach Zitrone duftende Wauwis im Wohnzimmer sitzen. Ich stellte Mercys Körbchen vor den Katalytofen, dass sie es schön warm hat. Charly dagegen bevorzugte erstmal das Sofa.





Charly mit leicht ausgedünntem (Gesichts-)fell und Restfeuchte im Selbigen.
Nun hoffen wir mal, dass das Mittel gegen die Flöhe diesmal gut anschlägt und die zwei Hundis zur Ruhe kommen. Denn Zirkus hab ich mit ihnen genug, ein Flohzirkus muss nicht auch noch sein.

Wobbler, busy buddy und das Halti

Am Montag war es nun soweit: der nette Herr von SEUR brachte das Päckchen von Zooplus. Inhalt: ein "Halti", ein "Kong Wobbler" und ein "busy buddy".
Rafael und ich hatten uns nach Beschäftigungsalternativen für Mercy kundig gemacht. Anfangs bestand ihre Unterhaltung, neben Gassigehen und schier endlos langen Kraul-mich-hier-und-da-und-hör-ja-nicht-auf-Einheiten, darin, in Zeitungspapier eingewickelte Leckerchen aus einem Karton zu kriegen. Beschäftigt war zum einen Mercy, denn sie liebte es, zum anderen waren wir dann aber wenig später auch beschäftigt und zwar damit, die erbrochenen Zeitungs-und Kartonreste zu beseitigen, die sie vorzugsweise abends beim Fernsehen direkt in ihr Körbchen platzierte. Wie schon mal erwähnt, frisst Mercy einfach alles, ob es nun schmeckt oder nicht. Die Kartonunterhaltung konnte also nicht von Dauer sein. So kamen wir auf den Kong Wobbler.
Zugegeben: Mercy brauchte mehrere Stunden um herauszufinden, was sie nun mit dem roten, sich aufrichtenden Teil denn nun solle. Mehr als schnuppern kam von ihr nicht. Charly hingegen wollte den Kong gleich für sich und verteidigte ihn heftigst. Erst als ich mit Charly den Raum verliess, konnte sich Mercy in aller Ruhe dem neuen Futterspender widmen. Rafael hat das mal für euch auf Video festgehalten: 

Wie schon oben erwähnt, war in dem Päckchen auch ein busy buddy, doch Mercy ist wohl noch nicht so weit und begnügte sich damit die Kordel abzukauen.



Ach ja, und dann war da noch das im Internet so angepriesene und auch so kritisierte Halti, in diesem Fall auch "Gentle Leader" genannt. Ich muss ganz ehrlich sagen, anders hätte ich mir nicht mehr zu helfen gewusst. Ich habe täglich über 3 Wochen mit Mercy trainiert und solange weder andere Hunde, Katzen, Fahrradfahrer, Autos noch Menschen unseren Weg kreuzten, war alles in Ordnung. Nur während einer 5km Runde bleiben Begegnungen der einen oder anderen Art nun mal nicht aus. Da wurde dann ein "FUSS" oder "AUS" nicht mehr für voll genommen. Rafa sagte mir von Anfang an, dass ich den Hund nicht "besingen" und klare Ansagen mit wenigen aber bestimmten Worten machen soll. Das tat ich auch. Dennoch, je mehr Kraft Mercy bekommt, desto mehr schmerzten mir nach jeder Runde die Hand-und Schultergelenke. Als Rheumatiker sind diese bei mir sowieso schon seit vielen Jahren angegriffen. So musste also eine andere Lösung her. Von brutalen Stachel-oder Würgehalsbändern, die man hier immer noch in fast jeder Zoohandlung kaufen kann, halte ich nichts. Das muss auch sanfter gehen, dachte ich so bei mir und schaute mir im Internet verschiedene Videos zum "Halti" an. So läuft Mercy also nun seit Montag Nachmittag mit mir und dem Halti und ich muss wirklich sagen: Das Teil war meine Rettung. Mit Mercy Gassi zu gehen ist nun so leicht wie eine Handtasche tragen. Ich habe keine Schmerzen mehr und sie keucht nicht mehr, weil sie nicht mehr an der Leine zieht. Hecheln, bellen, schnuppern, etc. ist nach wie vor möglich und schränkt sie auch nicht ein. Das Anlegen des Haltis ist einfach und sie sträubt sich auch nicht dagegen, wenn ich es ihr anlege.
Das erste Mal mit Halti, danach wurde es auf die richtige Länge zurecht geschnitten

Und falls ihr euch noch fragt, wie denn eigentlich die Nächte so verlaufen sind, seitdem Mercy mit im Schlafzimmer schläft, nun, sie sind bedeutend ruhiger geworden. Aber da Charly schon seit Jahren zu Rafaels Füssen schläft, wandelt Mercy des Nachts zwischen seinem und ihrem Körbchen hin und her...und Charly? Der lässt sie meistens sogar gewähren.

Hat Mercy Verlustängste?

Die Leser unter euch, die Mercys Geschichte von Anfang an hier verfolgt haben, wissen, dass wir Mercy die erste Zeit in der Garage, was ich eigentlich als Fotostudio nutze, untergebracht hatten. Sie fühlte sich dort auch sichtlich wohl, hatte dort alles, was sie brauchte und gesellte sich zu uns ins Wohnzimmer, wann immer ihr der Sinn danach stand. Wir hatten ihr ja zwischenzeitlich ein eigenes Körbchen gekauft, denn die Gästematratze war ja nur eine Übergangslösung. Doch auch wenn sie soweit sowohl ihr Spielzeug als auch ihr Körbchen sehr gut angenommen hatte, so waren ihre einsamen Nächte in der Garage eher von kurzer Dauer. Was bedeutet, mehr als 5-6 Stunden am Stück schlief sie dort nicht durch. Abends begleitete ich sie auf ihr Nachtquartier, richtete ihr Körbchen, stellte die Spielzeuge daneben, so dass sie genug Platz drin hat und sie nichts stört. Gegen Mitternacht war sie an sich schon immer müde, also daran kann es nicht gelegen haben, aber sobald Rafael, Charly und ich ins Bett gegangen waren und sie keine Geräusche mehr von uns vernahm, ging das Gebell los. Erst dachte ich, sie würde sich daran gewöhnen, teilweise meinte ich wirklich Fortschritte bei ihr verzeichnen zu können, doch es sollte wohl nicht sein. Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass ich täglich auf eine Rüge meiner Nachbarn gefasst war, die zum Glück aber nicht kam. 
Wenn ich morgens nach ihr schaute, war die Garage meist ein einziges Chaos, alles war durcheinander gewühlt und in ihr Körbchen getragen, sogar den alten Türstopper fand ich darin.
Nach über 3 Wochen vergeblichen Gewöhnens an die nächtliche Ruhe, fiel uns gestern nichts anderes ein, als Mercy mit zu uns in die kleine Schlafstube zu nehmen, denn nachts allein kann man sie noch nicht im Wohnzimmer lassen, sie würde wohl die ganze Anbauwand ausräumen und die Kunstblumen endgültig zerlegen. 
Und siehe da: es ward Ruhe! Sie schlief ruhig und entspannt von Mitternacht bis Punkt 8 (dann war es nämlich Zeit für Charlys Hustenmedizin) und auch nachdem ich mich nochmal hinlegte, schlief Mercy mit uns bis um 9 Uhr. Na das waren doch mal wieder humanere Schlafenszeiten! Es gab auch keine Malheure in der Nacht, ihr Geschäft hat sie dann ganz normal draussen bei der Gassirunde gemacht.
Also sind wir nun zu viert in der kleinen Schlafstube...so ist es zwar ein bisschen eng, aber dafür himmlisch ruhig.

Ring frei für Wauwi

Mercy geht es schon richtig gut. Wie gut, das könnt ihr hier sehen. Mercy fordert Charly nun täglich heraus. Das kann bis zu einer Stunde oder auch länger gehen. So wird Charly auf seine alten Tage noch mal ordentlich gefordert. Mercy benutzt, wie man deutlich sehen kann, schon fast normal ihre linke Pfote, von Schmerzen merkt man nichts mehr.


Die operierte Pfote ist schon wieder einsatzfähig - das ging echt schnell!

Vorwärts immer, rückwärts nimmer?

Für Mercy und mich heisst es jeden Nachmittag: Training! Training und nochmals Training. Sie soll lernen, wie man "bei Fuss" läuft, ohne einem dem Arm auszukugeln. Sie ist schon ein ganz schönes Energiebündel und sobald sie Fahrradfahrer, Autos, Katzen oder andere Menschen sieht, will sie los, und zwar sofort!
Da sich Mercys Erziehung viel schwieriger gestaltet, wenn Charly dabei ist, nehme ich mir den Nachmittag exklusiv für Mercy Zeit. Wir laufen dann so um die 3km, teils im Dorf und an der Strasse, an den Orangenplantagen, am Kanal und an den Gewächshäusern entlang. Das kann sich bei all den Stopps, die man laut Hundeerziehung einlegen muss, sobald sie zieht, ganz schön in die Länge ziehen. Aber gut, ich bin ja ein geduldiger Mensch und es ist noch kein wohlerzogener Hund vom Himmel gefallen.
"Sitz" macht Mercy schon sehr gut, sogar häufiger, als ich es ihr befehle. An "Platz" arbeiten wir noch und auf Reiz armen Strecken läuft sie auch schon mal 100m am Stück "bei Fuss".
Ich hatte des öfteren gelesen, dass man auch, sobald der Hund zieht, die Richtung ändern soll. Also nahm ich mir Kreis runde Wege vor. Sobald ich also merkte, dass sie wieder zieht, ging ich nach links oder rechts, was auch noch klappte. Aber wenn ich dann den Kreis zu Ende laufen möchte, geht gar nichts mehr. Sie sperrt sich dann mit allen Vieren auf der Strasse oder Weg fest, oder legt sich dann einfach hin. So als wolle sie mir begreiflich machen: "Vorwärts immer, ein Zurück gibt es aber bei mir nicht!"  Na mal sehen, wie ich das Problem löse, denn selbst auf Lockungen und Leckerlis reagiert sie dabei nicht.